Tag 9
Ich steige relativ früh aus dem Bett, es geht auf die Piste. Bevor ich in das Posti nach Parpan steige bleibt mir noch Zeit, zwei Bananen und ebenso viele Brötchen zu holen. Bis am Mittag wird die Hälfte stückchenweise verdrückt.
Während der nachmittäglichen Fotoschiesserei mit meinem Cousin fällt die letzte Banane zum Opfer. Es ist schon nach drei als ich ihre Schale entferne. Hunger habe ich schon länger, aber es hat sich so ergeben, dass ich dieses Gefühl nun besser kontrollieren und manchmal sogar gut ignorieren kann. Dennoch freue ich mich auf meine Ankunft zu Hause und die Möglichkeit, Risotto zuzubereiten. Mein Lieblingsessen. Da ich keinen Käse essen darf rühre ich den veganen Käseersatz unter den Reis. Ein fataler Fehler. Aber ich weiss nicht ob er ohne wirklich besser geworden wäre.
Es schmeckt einfach nicht und wird meinen Erwartungen nicht mal geringfügig gerecht.

Nur auf den Hunger bezogen: Ich bin schnell satt, sogar durch diese recht normale Portion. Früher hätte ich weitaus mehr essen können.
Die Geschichte mit dem Reis geht heute aber nicht zu Ende. Ich habe so viel davon gemacht, sodass es für morgen Mittag auch noch eine Portion gibt. Es wird wohl viel an Überwindung brauchen damit ich es auch wirklich esse.  
Wäh!